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Mondscheinfadenfisch – Trichogaster microlepis

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Artikelnummer: 300028 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Der Mondscheinfadenfisch (Trichogaster microlepis) trägt seinen Namen völlig zu Recht. Sein Körper ist mit winzigen Schuppen bedeckt und schimmert silbrig wie Perlmutt, je nach Licht mit einem zarten bläulichen bis violetten Hauch. Wie Mondlicht auf dem Wasser, so beschreiben ihn viele Aquarianer.

Die Flossen sind bläulich durchscheinend, und die langen, feinen Bauchfäden reichen weit nach hinten. Er ist ruhig, friedlich und ein eleganter Blickfang für große, bepflanzte Aquarien. Weitere Arten findest du unter Fadenfische, zum Beispiel den ebenfalls ruhigen Mosaikfadenfisch. Alle verwandten Arten stehen unter Labyrinthfische.

Herkunft

Der Mondscheinfadenfisch stammt aus Südostasien. Er lebt in Vietnam, Kambodscha und Thailand in Teichen, Sümpfen und Mooren des Tieflands, vor allem dort, wo Wasser- und Uferpflanzen sehr dicht wachsen.

Der Name microlepis bedeutet kleine Schuppen und beschreibt das besondere Merkmal der Art. Wissenschaftlich wird er heute als Trichopodus microlepis geführt. Die Tiere im Handel stammen fast immer aus Nachzucht.

Aussehen und Größe

Der Mondscheinfadenfisch gehört zu den größeren Fadenfischen. Im Aquarium wird er meist 12 bis 15 cm lang. Der Körper ist schlank, hochrückig und seitlich stark abgeflacht, der Kopf wirkt spitz.

Durch die sehr feinen Schuppen wirkt die Oberfläche fast glatt und seidig. Ein dunkles Muster hat er nicht. Seine Schönheit liegt im gleichmäßigen Silberglanz, der vor dunklem Hintergrund und unter gedämpftem Licht besonders edel aussieht.

Männchen und Weibchen

Erwachsene Männchen haben eine längere, spitz auslaufende Rückenflosse. Zur Balz färben sich ihre Bauchfäden und die Kehle orange bis rötlich. Weibchen haben eine kürzere, abgerundete Rückenflosse, farblose Bauchfäden und einen fülligeren Bauch.

Ein Labyrinthfisch

Wie alle Fadenfische besitzt er ein Labyrinthorgan und holt zusätzlich Luft an der Wasseroberfläche. Das kurze Hochschwimmen ist ganz normal.

Eine Abdeckung auf dem Aquarium hält die Luft über dem Wasser warm und feucht und schützt so das Labyrinthorgan. Zugluft und kalte Luft über der Oberfläche solltest du vermeiden.

Temperament und Gruppe

Der Mondscheinfadenfisch ist friedlich, aber recht schreckhaft. Plötzliche Bewegungen vor dem Aquarium oder hektische Mitbewohner lassen ihn schnell in Deckung gehen. Männchen können gegenüber anderen Männchen und anderen Fadenfischen ein Revier verteidigen.

Ideal ist ein Paar oder ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen. In größeren Aquarien kannst du auch eine kleine Gruppe mit mehreren Männchen halten, wenn genug Pflanzen und Sichtbarrieren vorhanden sind.

Das richtige Aquarium

Weil er bis 15 cm groß wird, empfehlen wir ein Aquarium ab 100 cm Länge. Wichtig sind ruhiges Wasser, dichte Pflanzengruppen mit freiem Schwimmraum dazwischen, Schwimmpflanzen an der Oberfläche und eine gut schließende Abdeckung.

Gedämpftes Licht und ein dunkler Bodengrund lassen den Silberglanz besonders schön wirken. Wurzeln und Laub wie Seemandelbaumblätter oder Erlenzapfen schaffen ein Umfeld wie in seiner sumpfigen Heimat.

Passende Pflanzen

Gut passen Schwimmpflanzen wie Froschbiss und Muschelblume, dazu Vallisnerien, Cryptocorynen, Javafarn, Anubias und feinblättrige Stängelpflanzen. Hohe Pflanzen bis zur Oberfläche geben dem eher scheuen Fisch Sicherheit.

Unter einer Decke aus Schwimmpflanzen baut das Männchen später auch sein Schaumnest.

Wasserwerte

Der Mondscheinfadenfisch mag es etwas wärmer. Er fühlt sich bei 25 bis 29 °C, einem pH Wert von 6 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 20 °dGH wohl. Normales Leitungswasser passt in den meisten Regionen gut.

Wichtig sind sauberes Wasser, stabile Temperaturen und eine ruhige Oberfläche. Wechsle jede Woche etwa 25 bis 30 % des Wassers mit gut temperiertem Wasser.

Futter

Der Mondscheinfadenfisch ist ein Allesfresser. Gib ihm hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter als Grundlage und ergänze es regelmäßig mit Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Mysis oder Daphnien.

Etwas pflanzliche Kost wie Spirulinaflocken rundet den Speiseplan ab. Weil er eher vorsichtig frisst, achte darauf, dass schnelle Mitbewohner ihm nicht alles wegschnappen.

Mit wem passt der Mondscheinfadenfisch zusammen?

Gute Mitbewohner sind ruhige, nicht zu kleine Fische: größere Bärblinge, ruhige Salmler, Panzerwelse, Harnischwelse und friedliche Schmerlen.

Sehr kleine Fische kann er als Futter ansehen. Hektische oder aggressive Fische schüchtern ihn ein, er zieht sich dann zurück und frisst schlecht. Flossenzupfer wie Sumatrabarben beschädigen seine langen Bauchfäden.

Bei Garnelen gilt: Zwerggarnelen und ihr Nachwuchs werden von einem Fisch dieser Größe gefressen. Große Amanogarnelen gehen meist gut. Schnecken lässt er in Ruhe.

Kampffischmännchen sind Einzelgänger und gehören nicht mit anderen Fischen zusammen, schon gar nicht mit anderen Labyrinthfischen.

Verhalten im Aquarium

Der Mondscheinfadenfisch hält sich vor allem in der oberen und mittleren Wasserschicht auf. Er gleitet ruhig zwischen den Pflanzen umher und tastet mit seinen Bauchfäden neugierig alles ab.

Frisch eingesetzte Tiere sind oft scheu und blass. Stell das Aquarium möglichst an einen ruhigen Platz. Nach einigen Tagen werden die Tiere zutraulicher und kommen beim Füttern nach vorne.

Vermehrung

Zur Balz baut das Männchen an der Oberfläche ein Schaumnest aus Luftblasen, gern unter Schwimmpflanzen. Seine Bauchfäden und die Kehle färben sich dann orange bis rötlich. Nach dem Ablaichen sammelt es die Eier ein und bewacht das Nest allein.

Das Weibchen solltest du danach herausfangen oder ihm viele Verstecke bieten. Für eine gezielte Aufzucht nutzt du ein eigenes Aquarium mit niedrigem Wasserstand und warmer Luft darüber. Die Larven fressen zunächst Infusorien, später frisch geschlüpfte Artemia.

Gesundheit und Pflege

Der Mondscheinfadenfisch ist robust und kann bei guter Pflege viele Jahre alt werden. Gesunde Tiere sind aktiv, fressen gut und zeigen einen gleichmäßigen Silberglanz.

Warnzeichen sind blasse Farben, eingeklemmte Flossen und Tiere, die sich dauerhaft verstecken. Die beste Vorsorge sind sauberes Wasser, ruhige Mitbewohner und eine Abdeckung. Neue Fische setzt du am besten vorher in ein Quarantäneaquarium.

So setzt du die Fische richtig ein

  • Den Beutel 15 bis 20 Minuten auf der Wasseroberfläche schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht.
  • Danach über 30 bis 45 Minuten langsam Aquarienwasser in den Beutel geben, damit sich die Fische an deine Werte gewöhnen.
  • Die Fische mit einem Kescher umsetzen und das Transportwasser nicht ins Aquarium kippen.
  • Licht für den restlichen Tag aus lassen und die Abdeckung schließen.
  • Am ersten Tag nicht füttern, ab dem zweiten Tag in kleinen Mengen.

Häufige Fehler

  • Zu kleines Aquarium: Er wird bis 15 cm groß und braucht mindestens 100 cm Länge.
  • Hektische Mitbewohner oder Unruhe vor dem Aquarium: Er ist schreckhaft und versteckt sich.
  • Zwerggarnelen im selben Aquarium: Sie werden gefressen.
  • Keine Abdeckung: Kalte Luft über dem Wasser schadet dem Labyrinthorgan.
  • Zu wenig Pflanzen: Ohne Deckung fühlt er sich unsicher.

Haltung in Kürze

  • Endgröße 12 bis 15 cm
  • Paar oder ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen
  • Aquarium ab 100 cm Länge, Schwimmpflanzen, Abdeckung
  • Temperatur 25 bis 29 °C
  • pH 6 bis 7,5, GH 2 bis 20, KH 2 bis 12
  • Friedlich, schreckhaft, Labyrinthfisch

Versand

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0.001 kg